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am 1. Oktober

Verkehr in Simmering neu denken

Andreas Fritsch - Wir wollen die Mobilität kindgerecht und den Bezirk klimafit machen. Dafür muss der öffentliche Raum fair verteilt werden.

Machen wir Simmering zum kindgerechten Bezirk!

Simmering hat die jüngste Bevölkerung ganz Wiens, 11,7% der Menschen sind unter 10 Jahre alt. Das sehen wir als Auftrag an die Politik, die Interessen der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen.

Obwohl mehr Wege in Wien zu Fuß als mit dem Privat-Pkw zurückgelegt werden, steht den Fußgänger*innen nur weniger als die Hälfte der Verkehrsflächen des Autoverkehrs zu Verfügung. Für einen kindgerechten Verkehr muss der öffentliche Raum fair verteilt werden. Wir fordern daher:

  • Autofreie Schulstraßen und Schulvorplätze
  • Tempo 30 in allen Wohngebieten statt Raserei
  • Breite Gehsteige statt verparkter Schulwege

Ein Bezirk, in dem sich Kinder wohlfühlen, ist gut für alle. Sichere Straßen sind der erste Schritt – von der Umgestaltung des öffentlichen Raums profitieren nicht nur die Kleinen:

  • Saubere Luft statt Abgase und Feinstaub
  • Ausbau des Radinfrastruktur statt gefährlicher Kreuzungen
  • Schanigärten und Grünoasen statt Asphaltwüsten

Unsere Ideen für Fußgeher*innen im Detail

  • Focus auf Schulen im Bezirk: Bauliche Maßnahmen für verkehrsfreie Schulvorplätze, autofreie Schulstraßen, bei Bedarf Schülerlotsen, ausreichend Rad- und Scooterständer. Nach dem Vorbild der Schulstraße bei der Rosa-Jochmann-Schule​ sollten alle Schulen überprüft werden auf geeignete Maßnahmen.
  • Ausreichend breite Gehsteige im gesamten Bezirk (min. 2 m), Beseitigung von 90% der Engstellen bis 2025
  • Entschärfung aller gefährlichen Kreuzungen (v.a. an Schulwegen) durch bauliche Maßnahmen und/oder Temporeduktion, z.B. Geiselbergstraße/Sedlitzkygasse, Hauffgasse/Lorystraße​, Geiselbergstraße/Leberstraße, Grillgasse/Herbortgasse
  • Tempo 30 für den Autoverkehr in allen Wohngebieten auch auf Hauptstraßen zum Schutz der Fußgeher*innen, insbesondere z.B. Simmeringer Hauptstraße, Hauffgasse, Kopalgasse, Florian-Hedorfer-Straße
  • Umwandlung der Greifgasse in eine Fußgängerzone
  • Neugestaltung Simmeringer Hauptstraße im Abschnitt zwischen Litfaßstraße und Geystraße
  • Barrierefreiheit: Überprüfung aller kritischen Punkte, z.B. Steg über die Ostbahn beim Werkstättenweg, ÖBB-Haltestelle Grillgasse
  • Coole Straßen​ im Sommer zur Anpassung an den Hitzesommer im dicht verbauten Gebiet, z.B. in der Greifgasse oder am Enkplatz
  • Förderung der Errichtung von Schanigärten (statt Behinderung wegen „Parkplatzverlustes“)
  • Begrünungsprogramm mit dem Ziel, ausreichend Schatten und Kühlung zu gewährleisten
  • Ausreichend Sitzgelegenheiten an stärker frequentierten Straßen und Plätzen
  • Schaffung von Grätzloasen (Parklets) statt Parkplätzen im dicht verbauten Gebiet

Unsere Ideen für Radfahrer*innen im Detail

Beim Thema Radfahren ist einiges zu tun: Platz 18 von 23 Bezirken bei den Radwegen, Platz 21 bei den geöffneten Einbahnen und letzter Platz bei den Radabstellanlagen lässt Simmering im Bezirke-Vergleich schlecht aussehen. In einem Bezirksparlament, wo die breite Mehrheit dem Thema Radfahren vorsichtig gesprochen skeptisch gegenübersteht, sind Verbesserungen nicht von heute auf morgen zu erwirken. Wir werden weiterhin für gute Lösungen kämpfen und mit neuen Ideen auch die politischen Mitbewerber überzeugen. Klar ist auch, dass der Bezirk in Zukunft deutlich mehr Geld in die Radinfrastruktur investieren muss, um attraktive Strecken zu schaffen.

Hier sind unsere Vorschläge für den Radverkehr:

  • Errichtung von durchgehenden, baulich getrennten Ein-Richtungs-Radwegen auf der Simmeringer Hauptstraße (zwischen St. Marx und Simmeringer Platz), Geiselbergstraße und Kaiser-Ebersdorfer-Straße
  • Öffnung von allen Einbahnen, wo es technisch möglich ist, z.B. Mautner-Markhof-Gasse, Eyzinggasse, Dreherstraße
  • Ausbau von Radabstellanlagen​ im gesamten Bezirk, v.a. nahe Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen, großen Supermärkten, Postfilialen, Kindergärten, Schulen…
  • Rinnböckstraße: Umbau zur Fahrradstraße, als kurzfristige Alternative zur Simmeringer Hauptstraße
  • Brehmstraße: Umbau zur Fahrradstraße, als kurzfristige Alternative zur Geiselbergstraße
  • Simmeringer Hauptstraße: Ausbau des Radweges Richtung Schwechat, vor allem zwischen Etrichstraße und Stadtgrenze
  • Etrichstraße: Bau eines vom Fußweg getrennten Radweges zwischen Sängergasse und Kaiser Ebersdorfer-Straße
  • Am Kanal: Ausbau der Radroute zur Fahrradstraße
  • Haidestraße: neuer Radweg (Lückenschluss)
  • Bike-Sharing: Citybike auch für Simmering
  • Lastenräder zum Ausborgen im Grätzl