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am 1. Oktober

Öffi-Offensive für einen klimafitten Bezirk

Andreas Fritsch - Wir fordern einen 15-Minuten-Takt bei der S-Bahn für Kaiserebersdorf. Hier sind unsere Ideen für Öffis und den MIV in Simmering.

Bessere Anbindung für Kaiserebersdorf

Simmering ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Während Zentralsimmering mit der U3 optimal an den ÖV angebunden ist, gilt das für Kaiserebersdorf nicht. Bim- und Buslinien bedienen auf Grund der weniger kompakten Siedlungsstruktur nur die Hauptachsen, sodass oft längere Fußmärsche zu nächsten Haltestelle notwendig sind. Obgleich der Motorisierungsgrad für ganz Simmering mit 37 Pkw/100 Einwohner im Wiener Durchschnitt liegt, weist er in den äußeren Bezirksteilen deutlich höhere Werte (bis zu 45 Pkw/100 Einwohner) auf.

Wir fordern ein verkehrsträgerübergreifendes Verkehrskonzept für Simmering, welches das weitere Wachstum des Bezirks und die Klimaschutzziele auf Bundes- und Landesebene berücksichtigt und insbesondere die Anbindung von Kaiserebersdorf verbessert. Nicht nur die Verbindung ins Zentrum muss gestärkt werden, sondern wegen der geplanten Ausdehnung des Parkpickerls auch die kleinregionale Verknüpfung mit dem Umland zur Verbesserung der Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen in Simmering.

Als Eckpunkte gelten dabei:

  • Durchgehender, täglicher 15-Minuten-Takt auf allen S-Bahn-Linien
  • Bau einer Straßenbahn zwischen Simmering und Schwechat
  • Verbesserungen bei Bim und Bus in Kaiserebersdorf

Warum die Lobau-Autobahn kein zukunftsweisendes Projekt ist und viele weitere Vorschläge für ganz Wien erfährst du in unserem Wahlprogramm​.

Unsere Ideen für die Öffis

Die S-Bahn ist in Wien und speziell in Simmering ein wesentlicher Bestandteil des hochrangigen ÖV-Netzes. Die notwendige Infrastruktur ist vorhanden oder vergleichsweise kostengünstig herstellbar. Wir fordern für Simmering:

  • S7: kurzfristig Halt der beschleunigten Verstärkerzüge auch in der Station Geiselbergstraße (starkes Bevölkerungswachstum), mittelfristig 15-Minuten-Takt​ zur besseren Anbindung Kaiserebersdorfs
  • S80: so rasch wie möglich 15-Min-Takt; Ausbau der Station Haidestraße, Errichtung einer neuen Haltestelle beim Gräßlplatz
  • S60: Barrierefreier Umbau der S-Bahn-Station Grillgasse inklusive Radabstellanlagen
  • S-Bahn-Bypass: Führung von Zügen auf der Strecke Mistelbach/Gänserndorf-Stadlau-Simmering-Hauptbahnhof zur Entlastung der Stammstrecke und besseren Anbindung von Simmering an die Gebiete nördlich der Donau

Eine Verlängerung der U3 Richtung Kaiserebersdorf ist grundsätzlich wünschenswert, aber zunächst muss die weitere Stadtentwicklung entlang der Achse Simmeringer Hauptstraße/Leberberg geklärt werden. Eine U-Bahn-Verlängerung bringt gewöhnlich auch eine massive Neubautätigkeit (vergleiche U6 Süd, U1 Süd), welche im Bezirk zusammen mit den betroffenen Bürger*innen diskutiert werden muss. Ehrlicherweise reden wir bei der U3-Verlängerung von langen Zeiträumen bis zur Realisierung. Bis dahin sind Zwischenkonzepte erforderlich.

Bim und Bus

  • Linien 11 und 71 Kaiserebersdorf: Mehr klimatisierte Niederflurfahrzeuge​. Bessere Abstimmung der Intervalle am Samstag und Sonntag Morgen (Verkürzen der Wartezeit beim Umsteigen am Enkplatz).
  • Verkehrskonzept Kaiserebersdorf: Kurzfristige Attraktivierung der Öffis bis zu einer Entscheidung über die U3-Verlängeurng, z.B. durch Einführung von Anrufsammeltaxis abends (evtl. auch am Wochenende). Diese vermeiden unnötigen Busverkehr in dünn besiedelten Gebieten und bringen die Fahrgäste auch direkt bis vor die Haustür, was das Sicherheitsgefühl stärkt.
  • Anbindung Schwechat: 71A: kurzfristig Wiedereinführung 10-Min-Takt; Mittelfristig Ersatz durch Tram nach Schwechat gemäß Konzept der Wiener Linien​.
  • 71B: Hst. Kaiserebersdorf: Bessere Beleuchtung, Wartehäuschen
  • 69A: Beschleunigung im Sonnwendviertel. Viele Ampeln bremsen den Bus aus und verhindern einen qualitätsvollen Fahrplan. Anbindung des Fachmarktzentrums Gadnergasse durch eine kleine Änderung der Linienführung des 69A über Grillgasse-Gadnergasse-Swatoschgasse.
  • 76A/B: Verspätungen sorgen häufig für Ärger, durch Anpassung der Fahrpläne und Beschleunigung müssen verlässliche Intervalle garantiert werden
  • 79A/B: Dichtere Intervalle und Betrieb zwischen Kaiserebersdorf und Freudenau auch am Sonntag zu Anbindung des Naherholungsgebiets Donauinsel
  • Neue Busverbindung St. Marx-Gasometer-Haidestraße S80 zur Erschließung der Wohngebiete im Gasometervorfeld und des geplanten Schulcampus Rappachgasse

Unsere Ideen für den motorisierten Verkehr

  • Ausdehnung des Parkpickerls auf Zonen B+C laut Empfehlung der Evaluierung​ so rasch wie möglich. Bestimmte angrenzende Bereiche von Industrie- oder Gärtnergebieten (z.B. Haidestraße) sollten nach Möglichkeit in die Parkraumbewirtschaftung einbezogen werden, um Verdrängung zu vermeiden.
  • Flächendeckend Tempo 30 in Wohngebieten, auch auf Hauptstraßen und insbesondere in der Nähe von Schulen (Kopalgasse, Hauffgasse, Florian-Hedorfer-Straße…)
  • Verstärkte Überwachung bestehender Tempo 30-Zonen und bauliche Maßnahmen zur Einhaltung des Tempolimits wie z.B. Verengungen, Verschwenkungen, Fahrbahnanhebungen und Sackgassen durch Sperren oder Schleusen. Beispiele für Strecken, wo Anrainer*innen sich immer wieder über Raser beschweren: Delsenbachgasse, Trinkhausstraße, Lorenz-Reiter-Straße, Hallergasse, Thürnlhofstraße, Dreherstraße, Roschegasse, Kühgasse, Meidlgasse, Ewaldgasse, Csokorgasse, Rudolf-Simon-Gasse.
  • Die geplante L2070 als Verbindung von der Schnellstraße S1 in Kledering bis in das Industriegebiet Sofie-Lazarsfeld-Straße in Simmering darf nicht zur Transitroute werden. Beschränkungen für den Schwerverkehr sind notwendig.
  • Schließung des KFZ-Schleichwegs Hallergasse​ zur A23 im Gasometervorfeld
  • Schließung Schleichweg Lorystraße (zw. Rautenstrauchgasse und Hauffgasse)
  • Sicherheit vor Schulen: siehe Fußgängerverkehr
  • Neugestaltung Simmeringer Hauptstraße
  • Verkehrskonzept Campus Rappachgasse: In der Rappachgasse soll bis 2023 ein neuer Bildungscampus mit einem 12-gruppigen Kindergarten, 4 sonderpädagogischen Bildungsräumen und einer Ganztagsvolksschule mit 17 Klassen entstehen. Insgesamt sollen bis zu 825 Kinder dort betreut werden (zum Vergleich: Die derzeit größte Volksschule in Simmering am Wilhelm-Kreß-Platz hat ca. 440 Schüler*innen). Um die Belastung der umliegenden Straßenzüge durch den Kfz-Verkehr (v.a. Elterntaxis) zu minimieren und die An- und Abreise des Lehrpersonals, der Schüler*innen und Besucher*innen zu organisieren, ist ein Verkehrskonzept unabdingbar.
  • Park&Ride-Anlagen sollen in der Region (NÖ, Bgld) entstehen, aber nicht an der Stadtgrenze. PenderInnen sollen den nächstgelegenen Bahnhof ansteuern und nicht bis nach Simmering fahren.