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am 19. Dezember 2017

Neues bei den Öffis im Jahr 2018

Andreas Fritsch - Der Fahrplanwechsel am 10. Dezember brachte einige Änderungen im Simmeringer Öffi-Verkehr, weitere folgen zum Jahreswechsel.

Bahnverkehr

Nach einigen Jahren Unterbrechung erhält Simmering wieder einen Anschluss an den Eisenbahn-Fernverkehr: Seit 10.12.2017 fährt der private tschechische Anbieter RegioJet vier Mal täglich Züge zwischen Wien Hauptbahnhof und Prag, welche auch in Simmering halten. Weitere Stationen sind Břeclav, Brünn und Pardubice. Tickets nach Prag sind bereits ab 15 Euro erhältlich, nach Brünn geht es ab 7 Euro.

Im Nahverkehr gibt es auf der Schnellbahn S60 zwischen Wien und Bruck an der Leitha Verbesserungen: Der ½-Stunden-Takt gilt ab sofort von Montag bis Freitag (werktags) durchgehend von 05:00 bis 20:00. Alle Züge halten wie bisher auch in der Bahnhaltestelle Grillgasse.

Unverändert bleibt der Stunden-Takt auf der S80, welche auf Grund des Streckenausbaus auch weiterhin nur bis Erzherzog-Karl-Straße verkehrt. Nach Fertigstellung des Ausbaus bis zur Seestadt Aspern (voraussichtlich im Dezember 2018) wird die S80 auf einen ½-Stunden-Takt verstärkt werden können. Fraglich ist weiterhin die Zukunft der Haltestelle Hausfeldstraße im 22. Bezirk: Die Grünen setzen sich für einen Erhalt dieses
wichtigen Umsteigeknotens ein.

Änderungen bei der Bim frühestens im Herbst

Im Bim-Netz (Linien 6 und 71) gibt es zunächst keine Änderungen. Die von den Wiener Linien angekündigte große Neuorganisation mit Einführung der neuen Linie 11 kann frühestens im Herbst 2018 stattfinden. Detailplanungen wurden der Öffentlichkeit noch nicht vorgestellt, und somit bestehen berechtigte Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens.

Weiterhin unbefriedigend ist die Anzahl an Niederflurzügen auf der Linie 71, wodurch für die Fahrgäste Wartezeiten von bis zu 30 Minuten entstehen. Entsprechende Anfragen der Grünen Simmering wurden von der zuständigen Stadträtin Ulli Sima leider nichtssagend beantwortet. Wir werden Anfang 2018 dieses Thema wieder aufgreifen.

Mehr Bus für Kaiserebersdorf

Eine bedeutende Verbesserung steht zum 1. Jänner 2018 für Kaiserebersdorf an: Die Buslinie 71A wird dann geteilt: Der 71A bedient nur mehr die Strecke zwischen Zentralfriedhof und Schwechat, während die neue Linie 71B eine Runde vom Zentralfriedhof 3. Tor über Thürnlhofstraße, Kaiser-Ebersdorfer-Straße und Etrichstraße zur S7-Haltestelle Kaiserebersdorf fährt. Dort gibt es dann zwei Mal in der Stunde einen günstigen Anschluss zur S-Bahn Richtung Stadtzentrum.

Jeweils in der Früh und am Nachmittag verkehrt der 71B alle halben Stunden außerdem zum Industriegebiet Sofie-Lazarsfeld-Straße und zum Zentralfriedhof 9. Tor. Bisher gab es dort überhaupt keine Anbindung durch die Öffis. Der 71A wird in Zukunft nicht nur bis zum Hauptplatz sondern bis zum Bahnhof Schwechat verkehren.

Nachteilig ist, dass beide neuen Buslinien durchgehend nur im 15-Minuten-Takt statt wie bisher alle 10 Minuten fahren werden. Offiziell wird dies mit der Verbesserung der Pünktlichkeit begründet, aber klarerweise geht es hier um finanzielle Überlegungen. Wir hoffen, dass bei entsprechender Nachfrage möglichst bald wieder dichtere Intervalle eingeführt werden. Abzuwarten bleibt auch, wie gut der Busanschluss in Kaiserebersdorf bei den doch recht häufigen Verspätungen auf der S7 klappt.

Bei der Linie 73A verkehrt weiterhin nur jeder zweite Bus bis zum HUMA Eleven. Wünsche des Bezirks nach einer Verdichtung wurden von den Wiener Linien abgelehnt. Seit September 2017 bietet das Einkaufszentrum immerhin einen eigenen Gratis-Shuttlebus von der U3-Station Simmering an.

Beim 69A wurden die Fahrzeiten zwischen Hauptbahnhof und Geiereckstraße in Fahrtrichtung Simmering erneut um zwei Minuten verlängert. Damit gestehen die Wiener Linien offensichtlich ein, dass die ständigen Verspätungen auf Grund unvorteilhafter Ampelschaltungen nicht behebbar sind. Bedauerlich ist, dass die Fahrgäste länger unterwegs sind, anstatt eine Optimierung der Ampeln durchzuführen.

Alle neuen Fahrpläne stehen auf der Website des Verkehrsverbunds Ostregion (VOR) zum Download bereit.