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am 12. Juni

Das Grüne Radkonzept für Simmering​

Andreas Fritsch - Der 11. Bezirk hinkt beim Radverkehr hinterher. Neue Radwege, geöffnete Einbahnen und mehr Radabstellplätze können Abhilfe schaffen. Wir zeigen auf, wie Simmering am Rad vorwärts kommt.

Radfahren ist nicht nur gut für die eigene Gesundheit, sondern leistet auch einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität in der Stadt durch weniger Staus, Lärmbelastung und Schadstoffemissionen. Fast jede zweite Autofahrt in Österreich ist kürzer als vier Kilometer und kann leicht auch mit dem Rad zurückgelegt werden. Zur Förderung des Radverkehrs braucht es ein gut ausgebautes Radnetz. Hier hinkt Simmering noch hinterher: Bezogen auf die Fläche nimmt der 11. Bezirk nur den 18. Platz im Bezirkevergleich bei der Länge der Radverkehrsanlagen ein, bei den  geöffneten Einbahnen nur den 21. Platz und bei den Radabstellplätzen ist Simmering überhaupt Schlusslicht.

Hauptrouten ausbauen

Rückgrat des Radnetzes sind die von der Stadt Wien zentral geplanten Hauptrouten. Hier ist vor allem die Anbindung an Favoriten über die Geiselbergstraße vordringlich, um einen Anschluss an den kürzlich ausgebauten Radweg in der Sonnwendgasse zu gewährleisten. Ebenso sollte der Mehrzweckstreifen in der Simmeringer Hauptstraße von der Zippererstraße Richtung St. Marx verlängert werden. Bedarf an neuen Radverkehrsanlagen besteht z.B. auch in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße, beim Gasometer (Lückenschluss Nussbaumallee) oder in der Verlängerung Haidestraße bis Jedletzbergerstraße.

Einbahnen öffnen

Radfahren gegen die Einbahn ermöglicht die flächendeckende Erschließung von Wohngebieten, wobei der Bezirk selbst für den Bau und die Erhaltung zuständig ist. Studien zeigen, dass bei korrekter Planung das Unfallrisiko nicht erhöht wird. Auf Grund der vielen neuen Wohnsiedlungen sollte die Einbahn ​​Mautner-Markhof-Gasse​ ​zwischen Krausegasse und Kopalgasse geöffnet werden, um langwierige Umwegfahren zu vermeiden. Gleiches gilt z.B. für die Dreherstraße zwischen Münnichplatz und Wallagasse oder den Werkstättenweg zwischen Geiereckstraße und Gräßlplatz.

Radabstellanlagen fördern

Durch ausreichende und sichere Radabstellplätze gewinnt der Radverkehr nicht nur bei kurzen und mittleren Distanzen, sondern auch im Zubringerverkehr zu U-Bahn und S-Bahn an Bedeutung. Insbesondere rund um die U3-Stationen und bei der S7 müssen mehr Plätze geschaffen werden. Der Großteil der Kaiserebersdorfer Wohngebiete befindet sich innerhalb eines Radius von 2 km zur S-Bahn-Station. Schon jetzt sind die bestehenden Radabstellplätze regelmäßig überfüllt. Bei Schulen, Bildungszentren, Supermärkten und Einkaufszentren müssen gleichfalls ausreichend Radabstellplätze vorhanden sein, um die An- und Abreise mit dem Fahrrad zu unterstützen. Für all die oben genannten Vorschläge und viele weitere Probleme (gefährliche Kreuzungen, schlechte Fahrbahn am Radweg…) setzten sich die Grünen Simmering laufend in der Bezirksvertretung und in der Stadtregierung ein, um in Form eines bestens ausgebauten Radverkehrsnetzes Alternativen zum Auto als auch Ergänzungen zum Öffi-Netz anzubieten.

Vorschläge oder Ideen zum ​Simmeringer Radnetz? Schreib uns deine Meinung:

​​simmering@gruene.at​​