Die schlechteste Haltestelle von Simmering — bleibt weiter so.

Die Haltestelle Geiselbergstraße (Linien 11, 69A) schnitt beim Haltestellen-Check des VCÖ – Mobilität mit Zukunft mit 12 Mangelmeldungen am schlechtesten von allen Haltestellen im Bezirk ab.
Gewünscht wurde vor allem eine Verlegung der Haltestelle des 69A zur Bim, aber auch die Wartehäuschen waren in der Kritik.

Quelle: Map VCÖ Haltestelle Geiselbergstraße Meldungen
Die Grünen Simmering haben die Wiener Linien befragt:
Die Antwort, zusammengefasst:
- Gemeinsame Nutzung der Haltestelle durch Bus und Bim nicht umsetzbar.
- Fahrgastunterstände der Straßenbahnhaltestellen wurden erst vor kurzem erneuert.
Durch die geringen Haltestellenbreiten und den notwendigen Mindestabständen konnten jedoch keine Seitenwände und keine Sitzbänke errichtet werden.
Die vollständige Antwort:
- Die Wiener Linien haben die Auswertung des Verkehrsklubs Österreich natürlich mit Interesse verfolgt.
- Die meisten Kritikpunkte bei der Initiative betreffen die Haltstellenbreite und die Fahrgastunterstände (kurz FGU). Diese stehen im unmittelbaren Zusammenhang.
- Die Aufstellung von Fahrgastunterständen (FGU) erfolgt über eine Dienstleistungskonzession. Diese wird netzweit für viele Jahre ausgeschrieben. Der/Die Konzessionär_in erreichtet bei den geeigneten Haltestellen den FGU und darf diesen über die Nutzungsdauer mit Werbung bespielen, um die Kosten der Anfangsinvestition und der laufenden Instandhaltung wieder einzunehmen.
- Diese Dienstleistungskonzession, die ein begrenztes Kontingent für die Errichtung und Sanierung von FGU pro Jahr vorsieht, hat aktuell die Firma Gewista inne.
- Für die Priorisierung in der Errichtung von FGU werden vor allem die Anzahl der Einsteiger*innen, aber auch diverse baulich-räumliche Voraussetzungen betrachtet. So muss sich etwa die Haltestelle auf öffentlichem Straßenraum befinden, die Barrierefreiheit gewährleistet sein (Gehsteigbreite, Länge der Freifläche) und es dürfen sich keine Einbauten (Hochspannungsstraßen, Gasleitungen) unter der Haltestelle befinden.
- Die angesprochenen Fahrgastunterstände der Straßenbahnhaltestellen in der Geiselbergstraße wurden erst vor kurzem erneuert und mit einem begrünten Dach ausgestattet. Durch die geringen Haltestellenbreiten und den notwendigen Mindestabständen konnten jedoch keine Seitenwände und damit einhergehend auch keine Sitzbänke errichtet werden.
- Die Wiener Linien halten eine gemeinsame Nutzung der Haltestelle durch Bus und Straßenbahn aufgrund der kurzen Ausführung für nicht umsetzbar. Vor Jahren wurde diesbezüglich eine Probefahrt durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Anfahren der Straßenbahnhaltestelle durch den Autobus nicht möglich ist, wenn in der Haltestelle Fahrtrichtung Kaiserebersdorf ein Zug der Linie 11 steht. Das galt damals für den Normalbus, heute umso mehr für den Gelenkbus. Die Busse der Wiener Linien könnten die Haltestelle nur dann bedienen, wenn umfassende bauliche Anpassungen vorgenommen würden.